Haushaltsarbeiten – Gelenkschonend arbeiten

Schmerzt Ihnen nach dem Fensterputzen die Schulter oder tut Ihnen die Hüfte weh, nachdem Sie den Boden gewischt haben? Dann sind Sie nicht allein, denn Gelenkschmerzen bei Hausarbeiten treten relativ häufig auf. Gründe dafür sind Überlastungen, Fehlhaltungen oder unergonomisch ausgeführte Bewegungsabläufe. Die nachfolgenden Tipps helfen Ihnen dabei, den nächsten Hausputz schmerzfrei zu bewältigen.

Beim Staubsaugen und Wischen einen geraden Rücken bewahren

Haben Sie schon einmal auf Ihre Haltung beim Staubsaugen oder Wischen Ihres Fußbodens geachtet? Wahrscheinlich nicht. Sie denken, dafür ist das bisschen Hausarbeit viel zu schnell erledigt. Doch ständige Fehlhaltungen bei diesen Arbeiten summieren sich. Irgendwann sind Ihr Rücken, die Hüften und die Knie so gestresst, dass sie chronisch schmerzen. Gelenkschmerzen im Haushalt lassen sich beim Saugen und Wischen vermeiden, wenn Sie die Reinigungsarbeiten mit geradem Rücken durchführen. Wählen Sie dazu am besten ein Staubsaugermodell und einen Wischmop, die sich in der Höhe verstellen lassen. Wenn Sie Staub und Krümel unter Möbeln entfernen wollen, begeben Sie sich dazu in die Hocke, anstatt sich vornüber zu beugen. 

Den Wäschekorb richtig anheben

Ein Reißen in der Hüfte oder im Rücken kann die Folge einer ruckartigen Bewegung sein, erst recht, wenn Sie dabei ein Gewicht stemmen oder sich um die eigene Achse drehen. Ein typisches Beispiel ist das Anheben des gefüllten Wäschekorbs. Vermeiden Sie Gelenkschmerzen im Haushalt, indem Sie den Wäschekorb vor sich platzieren, ihn mit beiden Händen fassen und ihn aus der Hocke mit geradem Rücken anheben. Tragen Sie ihn so nah wie möglich am Körper, damit Sie die Last minimieren. Stellen Sie ihn auf dieselbe Weise wieder ab. Das Aufhängen der Wäsche erleichtern Sie sich, indem Sie den Wäschekorb neben dem Wäscheständer auf einem Stuhl platzieren. So vermeiden Sie das ständige Bücken und Drehen und sind obendrein mit der Hausarbeit schneller fertig.

Den Einkauf gelenkschonend nach Hause bugsieren

Falls Sie zum Einkaufen nicht das Auto oder das Fahrrad nutzen, verwenden Sie einen Einkaufstrolley, der Ihre Waren transportiert. Achten Sie beim Kauf auf die Größe der Einkaufstasche sowie auf die Beschaffenheit der Räder. Gummibereifte Modelle bewältigen Kantsteine souveräner. Trolleys mit drei kleinen Rädern pro Seite können sogar Stufen nehmen. Möchten Sie sich keinen Einkaufshelfer anschaffen und ihre Einkäufe nach wie vor in Einkaufstaschen nach Hause tragen, verteilen Sie die Last gleichmäßig auf mindestens zwei Behältnisse, die sie auf die rechte und linke Hand aufteilen. So vermeiden Sie, dass sich die Wirbelsäule seitwärts krümmt und eine Schulter überlastet wird. 

Haushaltsleiter verwenden

Eine Haushaltsleiter oder ein standsicherer Tritt ermöglichen es Ihnen, bequem in den oberen Regalen Staub zu entfernen oder Gegenstände herunter zu nehmen. Auch beim Fensterputzen sollten Sie eine Haushaltsleiter aufstellen. Sie brauchen sich weniger ausrecken, um zum Putzen den oberen Rahmen zu erreichen. Verzichten Sie auf derartige Hilfsmittel, kommt es auch dadurch zu Gelenkschmerzen bei Hausarbeiten, weil Sie bei Arbeiten in der Höhe den Kopf in den Nacken legen müssen und infolgedessen im Nacken- Schulterbereich verkrampfen.

Zwischendurch Pausen gönnen

Niemand zwingt Sie, sämtliche Hausarbeiten an einem Tag auszuführen. Planen Sie Ihren Hausputz und setzen Sie Prioritäten. Für einige Reinigungsarbeiten brauchen Sie sich lediglich einmal pro Woche die Zeit nehmen. Andere fallen täglich an. Vergessen Sie nicht, die häuslichen Aufgaben auch auf die anderen Mitglieder der Familie zu verteilen. Größere Arbeiten wie das Fensterputzen unterbrechen Sie ruhig zwischenzeitlich und gönnen Sie sich Erholung. Trinken Sie eine Tasse Kaffee oder führen Sie ein paar Lockerungsübungen durch. Hinterher geht Ihnen die Arbeit wieder schneller von der Hand.  

Bandagen verwenden, wenn Vorschädigungen bestehen

Aufgrund früherer Fehlhaltungen oder Überlastungen leiden Sie eventuell bereits an Gelenkschmerzen. Lassen Sie die Ursache abklären und besprechen Sie mit einem Facharzt die Therapie. Nicht nur vor beziehungsweise nach Operationen können Bandagen Ihre Gelenke entlasten und Schmerzen lindern. Aufgrund ihrer Beschaffenheit stützen sie je nach Modell das betroffene Gelenk, sie stellen es ruhig oder führen Muskeln, Sehnen und Knochen. Das Material regt darüber hinaus die Durchblutung und somit die Regeneration an. Ob Sie die Bandage vorübergehend oder ständig tragen, hängt von der Art Ihrer Beschwerden sowie vom Grad Ihrer Beeinträchtigung ab. Anfangs kann Ihnen das Tragen des Hilfsmittels etwas unangenehm erscheinen. Wenn es gut angepasst ist, gewöhnen Sie sich innerhalb kürzester Zeit daran und möchten es nicht mehr missen. Wenn Sie mehr über Bandagen erfahren möchten, informieren Sie sich beispielsweise auf https://www.bandagenfreund.de

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